Alles wirkliche Leben ist Begegnung
Martin Buber, 1878 -1965

Die Terra Media Akademie

 

Wandel durch Begegnung ist das Anliegen der Arbeit der Terra Media Akademie - mit beizutragen, eine Kultur der Begegnung zu schaffen, die es ermöglicht, sich selbst und das Fremde bewusster wahrzunehmen.

In einer Einwanderungsgesellschaft wie Deutschland sind dafür Schlüsselqualifikationen wie Interkultureller Dialog notwendig, die erlernt werden müssen, um Unterschiede zwischen den „Kulturkreisen“ als Bereicherung und nicht als Bedrohung wahrzunehmen, die in aggressives Verhalten umschlagen kann. Dies betrifft alle - Deutsche, Deutsche mit Migrationshintergrund und Asylbewerber.

Die Arbeit der Akademie beruht auf dem interkulturellen Begegnungsmodell „Fremde und eigene Lebenswelten wahrnehmen und verstehen lernen“, das wir im Auftrag des Deutschen Jugendinstituts entwickelt haben - und das modellhaft die Möglichkeiten einer konfliktorientierten Begegnungspädagogik aufzeigt, die ein Zusammenleben in einer Einwanderungsgesellschaft fördern.

Ausgangspunkt ist dabei immer die Frage, was passiert, wenn Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund, unterschiedlichen Lebenswelten, das heißt unterschiedlicher Selbst- und Fremdwahrnehmung, einander begegnen?

Wer bereit ist, die Frage nach der Lebenswelt des Anderen zu stellen, signalisiert damit bereits ein bestimmtes Maß an Aufgeschlossenheit – nicht nur für die Begegnung mit dem Anderen und „Fremden“, sondern auch für die Begegnung mit sich selbst. Diesem Gedanken geben wir in der Terra Media Akademie durch aktive und handlungsorientierte Film- und Medienarbeit in der Praxis Raum. Unsere Arbeit basiert dabei auf der Bewusstheit von Wahrnehmungsvorgängen, die durch künstlerische Aktivitäten gefördert werden:  Musik, Tanz, Hip Hop, Pantomime und Rollenspiel, mit denen sich die WorkshopteilnehmerInnen über Sprach- Länder- und Kulturgrenzen hinweg verständigen können. 

 

Dabei wird der Körper als Medium der funktionalen Koordination von Wahrnehmen, Fühlen, Denken und Handeln verstanden, als Ausgangspunkt eines kreativen Selbst- und Welterlebens. Wahrnehmung verstehen wir dabei als aktiven Prozess, als Möglichkeit, die Grenzen der eigenen Erfahrung zu erweitern Dieser Ansatz initiiert Erfahrungsprozesse bei den TeilnehmerInnen, die Respekt und Empathie für die „Lebenswelt des Fremden“ fördern, ebenso das Interesse, der Geschichte des Anderen zuzuhören und die eigene Geschichte zu erzählen. So standen sich am Ende eines Workshop deutsche und türkische Jugendliche, die sich zuvor nur „bekriegt“ hatten, als Mannschaften gegenüber, die zum ersten Mal nicht mehr getrennt, sondern gemeinsam auf einem Platz mit einem Ball spielten!

Dass demokratische Formen der Konfliktlösung nachhaltig in der Bildungsarbeit vermittelt werden können, zeigt auch das von uns durchgeführte Jugendbegegnungsprojekt „Die Geschichte des Anderen verstehen lernen“. das dazu beiträgt, Vorurteile, kulturelle Missverständnisse und Klischeevorstellungen abzubauen.

Wandel durch Begegnung: dabei arbeiten wir mit Fachleuten der Pädagogik und Sozialpädagogik und Künstlern und Künstlerinnen aus der Musik- und Theaterwelt zusammen. 

 

Aufgaben der Terra Media Akademie:

  • Entwicklung interkultureller Begegnungsmodelle für den Einsatz in Schulen und Einrichtungen der Jugend- und Erwachsenenbildung, die Umweltbewusstsein, interkulturelles Lernen und eine demokratische Alltagskultur fördern. Dabei kooperiert die Terra Media Akademie in einem Netzwerk mit Wissens- und Forschungsdisziplinen in den Bereichen Medienpädagogik und Didaktik, Interkulturelle Kommunikation, Friedens- und Konfliktforschung.

  • Workshops und Filmbegleitung in der Bildungsarbeit

  • Fortbildungsmaßnahmen für PädagogInnen und SozialpädagogInnen.

  • Wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung pädagogischer AV-Medienprojekte

  • "Professional Media Training Program" zur Aus- und Weiterbildung für  Film- und Fernsehteams