Wir weigern uns Feinde zu sein

Wir weigern uns Feinde zu sein
Den Nahost-Konflikt verstehen lernen -
Deutsche Jugendliche begegnen Israelis und Palästinensern


Dokumentarfilm, 90 Minuten, 2011
von Stefanie Landgraf und Johannes Gulde

Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg empfiehlt den Film für den Gebrauch im Unterricht (Prädikat "Gelber Daumen")

Zwölf deutsche Jugendliche auf einer einzigartigen Begegnungsreise durch die Krisenregion im Nahen Osten. Im Gepäck der 16- bis 22 jährigen: das ungewöhnliche Schulbuch des Friedensforschungsinstitut PRIME "Israelis und Palästinenser - die Geschichte des anderen verstehen lernen". Mit dabei: der HipHop-Künstler ENZ, der seine Eindrücke während der Reise mit seinen "rhythm and rhymes" wiedergibt.

Auf ihrem Weg durch Israel und das besetzte Westjordanland begegnen sie auf beiden Seiten Menschen, die Wege der Verständigung mit dem "Feind" suchen. Daoud Nasser z.B., ein palästinensischer Bauer, der sich unter dem Motto "wir weigern uns Feinde zu sein" allein mit juristischen Mitteln der Gewalt der jüdischen Siedler widersetzt, der Rapper Amim, der "Kunst als Waffe" einsetzt, oder die israelische Familie Shahak, die eine Tochter durch ein palästinensisches Selbstmordattentat verloren hat und trotzdem heute mit Palästinensern zusammen arbeitet.

Begleitet wird die Gruppe von Lotty Camerman, einer Israelin, deren Eltern Überlebende des Holocaust sind, und von Ali Abuawwad, der als "Kämpfer gegen die Besatzer" jahrelang in israelischen Gefängnissen saß. Beide arbeiten heute in einer Organisation für Frieden und Gerechtigkeit zusammen. Mit ihnen kann die Gruppe über alles sprechen: z.B. über das Leid der Juden und ihren Widerstand 1943 im Warschauer Ghetto (nach dem Besuch in einem Museum), ebenso über das Leid der Palästinenser und ihren Widerstand, den sie heute unter einer völkerrechtswidrigen Besatzung leisten.

"Der Staat Israel ist ein verwirklichter Traum", so der Holocaust-Überlebende Reuven Moskcovitz im Gespräch mit den Jugendlichen. "Tatsache aber ist, daß seine Fundamente nicht auf Liebe und Frieden gebaut sind. Ich möchte mein Leiden nicht in den Dienst einer Gewalt- und Kriegspolitik gestellt sehen, mit der die Palästinenser als Vertriebene und Heimatlose verewigt werden"

Schirmherr des Projekts: Landesbischof Dr. Johannes Friedrich
Gefördert von:
Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, Robert Bosch Stiftung, Auswärtiges Amt
Gesamtleitung und Durchführung:
Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilmakademie München/Antwerpen und Stefanie Landgraf & Johannes Gulde, Terra Media Corp., München.

"No Peace without Dignity" - Graffiti der
Gruppe an der Grenzmauer bei Beit Jala

Filmbestellung Medienpaket

Für die Bildungsarbeit kann der Film mit ausführlichen Begleitmaterialien als Medienpaket entweder mit "kleiner Lizenz" (für Gruppenarbeit, Vereine und einzelne Schulen) oder auch mit Verleih- und Vorführrechten bestellt werden.

Weitere Informationen zum Medienpaket

"Wir weigern uns Feinde zu sein" ist nur als Medienpaket für die Bildungsarbeit erhältlich.

Für den ausschließlich privaten Gebrauch
können Sie "Liebe Grüße aus Nahost", die Kinofassung von "Wir weigern uns Feinde zu sein", direkt bei uns  bestellen.

Weitere Informationen zu "Liebe Grüße aus Nahost"


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