Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert,
wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: "Das ist technisch unmöglich!"

Sir Peter Ustinov, engl. Schauspieler und Schriftsteller, 1921 - 2004

Workshops für die Bildungsarbeit

    Seit über 20 Jahren führen wir bundesweit Workshops für die Jugend- und Erwachsenenbildung durch, ebenso Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte und SozialpädagogInnen. Dabei geht es um Transkulturalität, Antirassismus, Ethik und Religion im Einwanderungsland Deutschland. Es geht um Hintergrundwissen zu Migration und Integration, um Kinderrechte, Traumatherapie und soziale Rehabilitation für Opfer von Gewalt und Krieg, um Ökologie und Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklungspolitik. 

    Die Workshops vermitteln verständlich mit Filmbeispielen, Power Point, Handouttexten und praktischen Übungen, wie z.B. Vorurteile entstehen, die zu Diskriminierung, sozialer Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus führen. Beispielhaft wird „Interkultureller Dialog“  als Schlüsselqualifikation in einer Einwanderungsgesellschaft aufgezeigt, der erlernt werden kann, um im Zusammenleben Unterschiede zwischen den „Kulturkreisen“ als Bereicherung und nicht als Bedrohung wahrzunehmen, die in aggressives Verhalten umschlagen kann.

    Die Workshops sind modular aufgebaut. Ihr didaktischer Ablauf orientiert sich an den Vorkenntnissen der TeilnehmerInnen und dem zur Verfügung stehenden Zeitbudget, das zwischen einem halben Tag und mehreren Workshoptagen variieren kann.

    Vorbereitung und Vorgehensweise für den Programmablauf erfolgen jeweils in gemeinsamer Abstimmung mit dem Veranstalter.

    Workshop - Special  Nahostkonflikt

    "No Peace without Dignity", Graffiti der deutschen Jugendlichen an der Mauer bei Beit Jala

    Mit einem der brisantesten Problemen überhaupt, dem Nahostkonflikt, befassen wir uns seit mehr als drei Jahrzehnten - mit einer neuen Perspektive auf ein sensibles Thema,  das mit vielen Vorurteilen besetzt ist und sich häufig im schnell herbeigeholten Vorwurf erschöpft, nur eine Seite aber nicht die andere der am Konflikt beteiligten Parteien zu sehen.

    Unsere Filme Wo bitte geht´s nach Palästina und Wir weigern uns Feinde zu sein – Den Nahostkonflikt verstehen lernen haben zu diesem Thema neue Impulse in der Bildungsarbeit in Deutschland gesetzt.

    In Wir weigern uns Feinde zu sein z.B. - gefördert von der Robert Bosch Stiftung, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern und vom Auswärtigen Amt – reisen zwölf deutsche Jugendliche durch die Krisenregion Nahost. Im Gepäck haben sie das Geschichtsbuch des Friedensforschungsinstituts PRIME in Jerusalem „Die Geschichte des Anderen kennen lernen – Israelis und Palästinenser“, das die israelische und palästinensische Geschichte des 20. Jahrhunderts aus der unterschiedlichen Sicht der Konfliktparteien erzählt. Dieser Ansatz, keine Seite der Konfliktparteien zu favorisieren und die jeweilige Erzählsicht gelten zu lassen, so unterschiedlich und gegensätzlich sie auch sein mag, führt meistens zu einem „Aha“-Erlebnis. Die WorkshopteilnehmerInnen stellen nämlich fest, dass es nicht nur eine geschichtliche Wahrheit gibt! Dass Geschichte immer eine Frage des Blickwinkels ist, aus der heraus sie erzählt wird! Dieser Ansatz hat sich in der praktischen Bildungsarbeit hervorragend bewährt. (Prädikatisiert vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg).

    Workshop - Special Kinderrechte

    Kinder in Gefängnissen und in der Abendschule

    Tatsache ist, dass in vielen Ländern der Welt immer noch Willkür und Ausbeutung das Leben der Kinder bedrohen. Millionen Kinder leiden unter Zwangsarbeit, jedes Jahr werden über eine Million Kinder von Menschenhändlern verkauft, mehr als 1,8 Millionen Minderjährige werden sexuell ausgebeutet. Immer wieder erreichen uns Bilder hungernder Kinder aus den Entwicklungsländern. Jedes vierte Kind unter fünf Jahren ist dort untergewichtig und bleibt deshalb in seiner körperlichen und geistigen Entwicklung zurück.

    Kinderrechte sind eine neuzeitliche Entwicklung. Anfang des 20. Jahrhunderts  mussten 7- bis 12-jährige Kinder in Europa noch zehn und mehr Stunden täglich in Textilbetrieben und Kohlegruben arbeiten. Erst 1903 wurde z.B. in Deutschland die Kinderarbeit eingeschränkt – nicht verboten! Weltweit gültige Standards zum Schutz der Kinder wurden schließlich 1989 mit der Internationalen Kinderrechtskonvention festgelegt, die von allen Staaten der Welt ratifiziert wurde, mit Ausnahme der USA.

    Unsere Filme, die wir auch im Workshop einsetzen, zeigen eindrücklich den Alltag und die Lebenswirklichkeit von Kindern in verschiedenen Ländern und Kulturen. Sie zeigen die ermutigende Arbeit z.B. von terre des hommes, Brot für die Welt, Missio, Caritas international und der Kinderrechtsorganisation Kinderrechte Afrika (KIRA): Aufbau gewerkschaftlich organisierter Interessensvertretungen für Kinderarbeiter, Grundbildung und Gesundheitsfürsorge, psychologische Betreuung für traumatisierte Flüchtlingskinder, Kindersklaven und Kindersoldaten.

    Bei uns in Deutschland haben Kinder alle ein Dach über dem Kopf und sie verhungern nicht. Aber in einkommensschwachen Familien leiden viele Kinder  unter mangelnden Bildungsmöglichkeiten, gesundheitlichen Beeinträchtigungen und sozialer Ausgrenzung. Sie leiden, wie Familienforscher es nennen, unter „kultureller und sozialer Armut“. Eine Untersuchung der Berliner Sozialbehörde zeigt, dass etwa die Hälfte der anonym befragten 7.- bis 10.- Klässler arbeitet, jeder zehnte Junge sogar auf Baustellen mit Abrissarbeiten oder anderen verbotenen schweren Tätigkeiten. Dazu stellt der Deutsche Kinderschutzbund fest: „Dreiviertel der Kinder in Deutschland arbeiten, um sich Konsumwünsche zu erfüllen, die anderen aus Armut und Not“.

    Anfragen und Wünsche für Projekttage und Workshops
    richten Sie bitte direkt an Stefanie Landgraf und Johannes Gulde.
    Mail: info[at]terramedia-online.de 
    Telefon +49 (0)89 354 31 18