Wenn der Wind der Veränderung weht,
bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.

Chinesisches Sprichwort

Die Terra Media Corp.
Landgraf & Gulde GbR

wurde 1989 von den Regisseuren und Filmautoren Stefanie Landgraf und Johannes Gulde als Film - und Fernsehproduktion gegründet. Sie leiten gemeinsam als Geschäftsführer und persönlich haftende Gesellschafter die Terra Media Corp. und  Terra Media Akademie.

"Auf der Suche nach Marguerite - Ein Frauenschicksal in Ruanda" (ARTE/BR)

Die Terra Media Corp. produziert seit über 25 Jahren Reportagen und Dokumentarfilme

  • für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland, für ARD und ZDF, für 3Sat, ARTE, Deutsche Welle und für Fernsehsender im Ausland

  • für Unterricht und Wissenschaft wie das Institut für den Wissenschaftlichen Film/IWF, Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU), Landeszentralen für Politische Bildung

  • für nationale und internationale Organisationen zur Selbsthilfe sowie Not- und Katastrophenhilfe, NGO`s und Stiftungen wie Brot für die Welt, Caritas international, Missio, Misereor, terre des hommes, Kinderrechte Afrika e.V. (vormals Bice Deutschland e.V.) und für staatliche und internationale Einrichtungen wie das Bundespresseamt, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ), UNIDO und UNESCO 

Dabei kooperieren wir - wie auch die Terra Media Akademie - in einem internationalen Netzwerk mit Trägern von Wissens- und Forschungsdisziplinen in den Bereichen Medienpädagogik und Didaktik, interkulturelle Kommunikation, Friedens- und Konfliktforschung.

Dreharbeiten mit Prof. Kurt Egger († 2012) in Kamerun und Rwanda: Armutsbekämpfung durch agroforstliche Maßnahmen. Implementierung des Agroforst - Systems mit Mischkulturen im Stufenanbau - ein den tropischen Bedingungen angepasstes Landbausystem. 

Seit drei Jahrzehnten berichten wir aus Afrika, Asien und Lateinamerika über Initiativen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. In Rwanda haben wir über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren die Umstellung der in Monokultur bewirtschafteten Böden auf die Agroforstwirtschaft begleitet und aufgezeigt, dass eine ökologisch ausgerichtete Produktions- und Arbeitsweise für die Bauern langfristig rentabel ist. Dazu zählen Strategien angepasster Landbau- und Technikmethoden, die die Umwelt und ihre natürlichen Ressourcen schonen und gleichzeitig ein nachhaltiges Einkommen sichern - auch in Zeiten der Dürre. Dafür wurden wir verschiedentlich ausgezeichnet, u.a. vom Bundespräsidenten mit dem Journalistenpreis Entwicklungspolitik. Filmbeispiele: Agroforst - Kampf gegen Hunger und Dürre (GIZ / Rwanda / Kamerun), Nepal - mit Wasserkraft bergauf (ARD/WDR)

In über eintausend Sendeminuten haben wir auch die Schattenseite einer Welt aufgezeigt, in der Menschen unter religiöser Verfolgung, Krieg und Terror leiden – ein Blick hinter die Kulissen einer Flüchtlingskatastrophe, die - so Erzbischof Bashar Warda in Erbil - durch "Al Quaida und ihr Programm der ethnischen Säuberung" ausgelöst wurde. 

Gottes verfolgte Kinder (ARD/WDR/BR) Die 11 Jahre alte Diana nach ihrer geglückten Flucht aus Baghdad. Ihrer Therapeutin zeigt sie ein Bild, das sie gemalt hat: "Wer ist das?" "Das ist mein Papa." "Sie haben ihm die Augen verbunden?" "Die Terroristen verbinden immer die Augen. Der hier ist ein Terrorist. Und hier ist Papas Auto. Das haben sie dann in die Luft gesprengt."

Hunderttausende - in der Mehrzahl Frauen, Kinder und Jugendliche - die den Terror zwar überlebt haben, ihn aber nicht mehr vergessen können. Die traumatisiert, von Alpträumen gequält, ihren Lebensalltag nicht mehr kontrollieren können. Unsere Filmbeiträge zeigen die Arbeit christlicher und muslimischer Einrichtungen und ihrer Mitarbeiter, die diesen Menschen helfen und sich für eine gewaltfreie Lösung der Konflikte und ihrer Ursachen engagieren - im Nahen- und Mittleren Osten, in Sierra Leone, Rwanda und in der DR Kongo. Unter ihnen Menschen, die große persönliche Risiken auf sich nehmen, die ihrem Gewissen mehr als den Gesetzen und dem Mainstream folgen und dafür beständig mit dem Tod bedroht werden.  

Menschlichkeit und Solidarität in einem Umfeld von Gewalt und Not aufzuzeigen steht im Fokus unserer Filme. Kinder, die durch Krieg und Flucht schwer traumatisiert wurden, nachts von Albträumen gequält und tags mit Erinnerungen an die erlebten Schrecken überschwemmt werden, haben wir oft über Monate mit der Kamera begleitet, um miterleben zu können, wie sie mit Hilfe von Psychologen, Sozialpädagogen und Lehrerinnen wieder neuen Lebensmut schöpfen und ihren Alltag bewältigen.

Erkenntnisse der Holocaust-Forschung haben gezeigt, dass sich traumatische Erfahrungen der Eltern als Transgenerationseffekt auf ihre Kinder und Kindeskinder übertragen. Vor diesem Hintergrund sagte uns die Therapeutin Sibylle Rothkegel, Mitbegründerin des "Zentrum für Opfer von Gewalt“ in Berlin: "Ohne Traumaarbeit  ist die Gefahr groß, dass sich die Leiden der Traumatisierten in die nächste Generationen fortsetzen, und dass gerade die nächsten Generationen dann die sind, die sich für ihr Leiden rächen wollen und damit die Opfer-Täter-Spirale und mit ihr die Spirale  der Gewalt fortsetzen."

Film Sierra Leone - nur langsam heilen die Wunden des Krieges, Vom Krieg traumatisierte Vorschulerzieherinnen im "Trauma and Recovery Program" von Caritas International.

"Krieg ist eine Geisteshaltung" - sagte uns einmal der israelische Journalist, Schriftsteller und Friedensaktivist Uri Avnery im Gespräch. In der Folge sind wir auf die Arbeit des Friedensforschungsinstitut PRIME in Jerusalem gestoßen: Die Geschichte des Anderen verstehen lernen – Israelis und Palästinenser. Diese Geschichte wurde zum Ausgangspunkt für eine ungewöhnliche Reise mit deutschen Jugendlichen in die Konfliktregion Nahost. Begleitet wurde die Gruppe von einer Israelin, deren Eltern Überlebende des Holocaust sind, und einem Palästinenser, der als "Widerstandskämpfer gegen die Besatzer" mehrere Jahre in israelischen Gefängnissen saß. Unfassbar war für die Jugendlichen anfangs, dass beide friedlich und kooperativ miteinander umgehen können – eine "bewegende Lehrfahrt" schrieb dazu die Süddeutsche Zeitung.

"Wir weigern uns Feinde zu sein - den Nahost-Konflikt verstehen lernen" Film und Medienpaket für Unterricht und Bildung - Gefördert von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Robert Bosch Stiftung und dem Auswärtiges Amt. "Für den Unterricht empfohlen" vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg. Zielgruppen: Primarstufe, Sekundarstufen I und II und Erwachsenenbildung

Auszeichnungen haben wir für folgende Filme erhalten:

  • Ernte unter Bäumen, Preis des OCIC, Agrarfilmfestivals Berlin

  • Julio und Miquelena - Geraubte Kindheit und Marguerite - In den Hügeln von Ruanda,
    Besondere Empfehlung des Fernsehworkshops Entwicklungspolitik

  • Fragen an Nyabisindu, Deutscher Journalistenpreis für Entwicklungspolitik,
    überreicht vom Bundespräsidenten

  • We shall suffer no more, Bronzene Ähre, Agrarfilmfestival Berlin

  • Footprints of the Pallotines, 1. Preis als bester Dokumentarfilm, Internationales Filmfestival ANIWA AFRICA, Accra - Ghana.